Was sind Schuldruckereien -
Drucken als pädagogisches Mittel


Setzen in der Schuldruckerei
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Zu den Wiederentdeckungen von Gedanken und Methoden der Reformpädagogik in unserer Zeit gehört auch die Idee der Schuldruckerei aus der Pädagogik des Franzosen Célestin Freinet. Die Schuldruckerei ist das Kernstück seiner Schul- und Unterrichtsarbeit. Durch die Arbeit in der Schuldruckerei können die Grundprinzipien vom natürlichen, selbstständigen und praktischen Lernen der Schüler verwirklicht werden. In der Schuldruckerei entsteht ein eigenständiges Werk des Schülers, das er geplant und „handwerklich“ geschaffen hat. So wird den Schülern die Gelegenheit gegeben, Primärerfahrungen zu sammeln und den Entstehungsprozess eines Werkes von Anfang bis Schluss mitzuverfolgen und mitzutun.

Wir sprechen von einer Schuldruckerei, wenn Schüler mit normalen, im grafischen Gewerbe üblichen Materialien und Werkzeugen des Buchdrucks, wie Lettern, Blindmaterial, Farben, Papier und Handpressen, selbständig setzen und drucken. Dieses selbstständige Drucken von einfachen Texten bis zum mehrfarbigen Klischee- und Kunstdruck kann in allen Unterrichtsfächern einen berechtigten Platz einnehmen, da es zum spontanen Schreiben anregt, die Rechtschreibung fördert, Dokumentationen ermöglicht, die Kreativität fördert und zu selbstständigem und sozialem Lernen motiviert.

Aus „Arbeiten und Gestalten in der Schuldruckerei“ von Bernhard Müller; Hrsg, LERNEN FÖRDERN Landesverband Rheinland Pfalz e.V. 1991

Hinweise (Links) zu druckenden Schulen unter:
Freinet-Pädagogik - Literatur & Links


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